Leinsamen Verdauung

Leinsamen Verdauung

Leinsamen VerdauungLeinsamen stammen vom Flachs und haben entweder eine gelbe oder eine braune Schale. Die Pflanze ist eine der ältesten Kulturpflanzen weltweit, ihr Ursprung ist allerdings nicht genau bekannt. Bis ins 18. Jahrhundert wurden die Fasern zu Stoffen verarbeitet, bis diese später durch synthetische Fasern und Baumwolle ersetzt wurden. Sie enthalten rund 40 % Leinöl, davon sind rund die Hälfte ungesättigte Omega 3 Fettsäuren. Schon in der Antike wurden die Leinsamen und Leinöl als unterschiedliche Heilmittel verwendet.

Inhaltsstoffe von Leinsamen

Leinsamen enthält rund 40 % fettes Öl, diese Pflanze ist eine der wichtigsten Omega 3 Fettsäuren Quellen was Pflanzenöle betrifft. Die effektiven Inhaltsstoffe wie Schleimstoffe befinden sich vorwiegend in der Samenschale und setzen sich u.a. aus Zuckern zusammen. Leinsamen bestehen aber auch aus 25 % Eiweiß und etwa die gleiche Anzahl von wichtigen Ballaststoffen. Der Samen hat eine ausgezeichnete Wirkung auf die Verdauung.

Wofür hilft Leinsamen?

Leinsamen ist für die Verdauung optimal. Die Schleimstoffe haben im Darm eine quellende Wirkung, wodurch der Darminhalt vergrößert, und deshalb auch der Stoffwechsel angeregt wird. Durch den hohen Fettgehalt hat Leinsamen im Darm eine ölige Wirkung, wobei der Darminhalt in der Regel viel schneller zur Ausscheidung befördert wird. Allerdings werden ganze Leinsamen intakt vom Darm wieder ausgeschieden, weshalb dieses Heilmittel gegen Verstopfung erst einmal geschrotet werden sollte und dann zu Mehl verarbeitet. Vor dem Verzehr wird das Mehl in Wasser erst einmal aufgeweicht, damit ein Schleim entsteht. Leinsamen wird nicht nur für Verstopfung verwendet, sondern auch bei Gastritis und zur Vorbeugung von Krebsarten wie beispielsweise Prostatakrebs. Bei der Leinsamen Verdauung sollte unbedingt auf die Flüssigkeit bei der Zubereitung geachtet werden, da der Schleimbrei als Mittel gegen Verstopfung auch relativ flüssig sein sollte.

Für was wird Leinsamen noch verwendet?

Leinsamen Essen um die Verdauung anzuregenDie Leinsamen Verdauung ist durch den öligen Effekt ausgezeichnet, aber auch in Müsli, Energieriegel und Backwaren ist diese Pflanze ein bereichernder Inhaltsstoff. Aus gepressten Leinsamen wird das wertvolle Leinöl hergestellt, was als Therapeutikum und auch für technische Anwendungen benutzt wird. Nutztiere werden übrigens auch mit Leinkuchen gefüttert, damit sie dadurch bessere Leistungen erzielen. Leinöl eignet sich auch ausgezeichnet um Ölfarben herzustellen

Wann darf man keinen Leinsamen einnehmen?

Obwohl Leinsamen den Stoffwechsel ausgezeichnet anregen und in einigen Fällen sogar gegen Durchfall (Zubereitung mit weniger Flüssigkeit) hilft, sollte man bei einer Schwangerschaft lieber vor der Einnahme den Arzt fragen, da es angeblich bei einer verstärkten Einnahme zu Frühgeburten führen kann. Bei engem Mageneingang, Darmverschluss, verengter Speiseröhre und auch bei Schluckbeschwerden sollte auf die Leinsamen Verdauung verzichtet werden. Auch bei akuten Magen-Darm-Entzündungen darf man nicht auf Leinsamen oder Leinsamenöl zurückgreifen. Insulinpflichtige Diabetiker müssen eventuell ihre tägliche Dosis anpassen, weshalb man auch in diesen Fällen unbedingt vor der Einnahme beim Hausarzt nachfragen sollte.

Wie viele Kalorien haben Leinsamen?

Obwohl die meisten Menschen Leinsamen für die Verdauung einnehmen, ist es trotzdem wichtig sich nach den enthaltenen Kalorien zu erkundigen. 100 g Leinsamen enthalten ca. 370 kcal, das ist etwa soviel wie ein reichliches Wurstbrötchen oder mindestens 3 Bananen. Ein Teelöffel Leinöl für die Speisezubereitung ist optimal, das machen etwa 5 Gramm aus. Leinöl hat ca. 500 Kalorien mehr als der Leinsamen, also um die 870 Kalorien bei 100 g.

Wie schnell ist die Leinsamen Verdauung?

Leinsamen essen in der StoffwechseldiätDie Leinsamen Verdauung ist zwar sehr effektiv, hilft aber in den meisten Fällen erst nach ca. zwei Tagen. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist bei diesem Samen unbedingt zu achten, damit sich die Schleimstoffe nicht im Darm festsetzen. Empfehlenswert bei der Einnahme von Leinsamen gegen Verstopfung sind mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit täglich, die besten Getränke zur Leinsamen Verdauung sind Wasser, Tees ohne Zucker, sowie auch Saftschorlen.

Ähnliche Samen zur Verdauung

Wer sich nicht für die Leinsamen Verdauung entschließen kann oder will, kann gegebenenfalls auch andere ähnliche Samen ausprobieren. Flohsamenschalen beispielsweise stammen vorwiegend aus Indien und sind ebenfalls als sogenannte Stuhlaufweicher bekannt. Sie helfen wie Leinsamen auch, gegen Verstopfung und Durchfall. Auch der Chia Samen aus Mexiko hat eine ähnliche Wirkung wie die Leinsamen Verdauung. Kleie gehört ebenfalls mit zu den ballastreichen Stoffen, allerdings muss man auch hier auf ausreichend Flüssigkeit achten, damit es nicht zu Darmverschluss kommt. Wer nur einen oder zwei Esslöffel Kleie zu sich nimmt, muss unbedingt mindestens ein bis zwei Gläser Wasser trinken, da sich sonst im Darm ein Kleie-Pfropf bilden kann. Die meisten gut quellenden Pflanzenstoffe haben unangenehme Nebenwirkungen wie Blähungen, da sich der Körper erst einmal an diese ballaststoffreiche Ernährung anpassen muss. Wichtig bei der Leinsamen Verdauung (oder auch bei den anderen Samen gegen Verstopfung) ist also auf jeden Fall eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

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